Samstag, 3. März 2012

World of Warcraft - Zwischen Charaktere und Städte

World of Warcraft war mit über 11 Millionen aktiven Abonennten das meistgespielte MMORPG auf der Welt. Doch in Zeiten der Wirtschaftskrise ziehen sich auch die Spieler zurück und kostenpflichtige Charaktertransfere werden angeboten - mit fatalen Folgen:



( Aktuelles Addon: Cataclysm )

Für das beliebte Online-Rollenspiel World of Warcraft stehen genügend europäische Server zur Verfügung. Besonders die deutschen Realms sind noch immer gut besucht - aber viele dieser Realms zeigen eine extreme Abwanderungsrate. Doch daran sind nicht nur die rückschreitenden Abonnenten schuld, sondern auch das Transferieren von Spielcharakteren auf die gut besuchten Realms.

Besonders aufmerksam auf das Problem macht ein Thread im offiziellen World of Warcraft Forum, in dem sich mehrere deutsche User darüber beschwert haben, dass ihr Server vollkommen leer erscheint. Inzwischen gibt es vier Threads über das Thema mit je 25 Seiten - ohne ein Stellungnahme des Unternehmensriesen Blizzard.
Während in dem Forum mehrere User sich deutlich über das Problem beklagen und auch damit drohen, ihr Abonnent zu kündigen, schlagen andere User wiederum produktive Vorschläge vor.

Ein großes Problem scheint die Zahl der Abonnenten zu sein, denn diese geht ständig zurück. Dadurch gehen einige Spieler verloren, um eine anständige Gruppe gegen große Gegner führen zu können, aber auch Gilden zerbrechen auf den so genannten "toten Realms". Dazu führt, dass viele Gilden sowie einzelne Member sich überlegen, ihren hart erspielten Charakter auf einen dichteren bevölkerten Realm zu transferieren und damit weiter der Server-Ökonomie schaden.
Besonders bemerkbar macht sich das in den Auktionshäusern: Durch die große Spieleranzahl auf Realms wie Frostwolf besteht zwar eine ständige Nachfrage, aber es gibt stetige Versorger, die das Auktionshaus mit den Materiallen versorgen.
Problematisch ist das Gruppenfinden zu betrachten: Man findet auf den leeren Realms so gut wie keine neuen Member für die eigene Gilde sowie keine erfahrenen Spieler für die durchaus schweren Raids. Das führt weiter dazu, dass sich die Leute überlegen, etwa aufzuhören oder den Charakter zu transferieren.
Zwar appellieren einige Spieler, mit dem Spiel aufzuhören, damit Blizzard merkt, dass auf den Servern nichts los ist, aber das scheint bisher nichts zu bringen.

In dem von mir genannten Thread bringen einige User durchaus produktive und umsetzbare Vorschläge. So wird zum einen ein Cluster-System genannt oder auch das Zusammenlegen von verschiedenen Realms.
Letzteres bietet natürlich einige Schwierigkeiten: Zum Teil könnten Namen doppelt belegt sein, es könnte das Ungleichgewicht der Fraktionen weiter verstärken und Blizzard befürchtet wahrscheinlich schlechte Publicity, da es den Anschein erweckt, dass immer mehr Spieler das Spiel links liegen lassen.
Laut einiger Blizzard-Mitarbeiter ist es möglich, dass mit dem neuen Addon Mists of Pandaria neue Änderungen erscheinen.
Blizzard brachte ja in letzter Zeit einige Features, die das Problem zum Teil beheben sollten: Das Dungeonfinder und der Raidfinder, damit verschiedene Realms sich zusammen schließen können und die Instanzen sowie Raids beenden können.
Auch können sich nun Spieler mit anderen Spielern über Realms verbünden, um die Raidbosse zu legen, solange die Spieler in der Freundesliste auftauchen.
Dies allen kommt ein Cluster-System schon sehr nahe.

Wir werden die Entwicklung aufmerksam verfolgen und weitere Informationen hier preisgeben, falls sich was ankündigt.

© 2012

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen